02 Jan, 2010
Blogaktion – Mehr Bildung in Blogs
Posted by: saarlodri In: Schule/Unterricht/Didaktik| Web 2.0| eLearning| Über das Leben eines Bloggers
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Mein Bloggerjahr 2010 möchte ich mit einer tollen Blogaktion von Melanie Unbekannt eröffnen. Dabei ruft Melanie dazu auf 5 Fragen bzgl. des Themas Schule zu beantworten. Da ich in diesem Jahr sowieso die Themen Web 2.0 & Schule weiter vereinen möchte, kommt mir diese tolle Aktion gerade gelegen.
1. Woran erinnerst Du Dich, wenn Du an Deine Schulzeit zurückdenkst?
Schwierige Frage, da es so viele verschiedene, gute und schlechte Erinnerungen an meine Schulzeit gibt. Aber überwiegend erinnere ich mich an besondere Momente bei Klassenfahrten oder ich denke an Lehrer/innen die nun Vorbilder für mich in meiner Lehramtsausbildung sind.
Es gab einige tolle Momente wie Zeugnisverleihungen, Klassenfahrten oder den Abistreich, aber auch Zeitspannen wie die Abi-Vorbereitungszeit, die sehr, sehr stressig waren. Aber im Nachhinein überwiegen die positiven Gefühle und Momente.
2. Welche Medien hast Du im Unterricht kennengelernt und auch selbst genutzt?
Also in meiner Schulzeit wurden (abgesehen vom Informatikunterricht
) die klassischen “Schulmedien” wie Tafel, Heft, Block, Overhead-Projektor genutzt. An speziellen Tagen durfte man auch das Medium Video hinzuzählen
.
Selbst nutzte ich darüber hinaus natürlich zu Recherchezwecken das Internet.
3. Welche Möglichkeiten siehst Du, die Lehrerausbildung zu verbessern?
Da ich selbst in einer solchen Ausbildung z.Zt. bin, berichte ich an dieser Stelle einfach mal von meinen eigenen Erfahrungen. Ein Hauptaspekt ist für mich was gelehrt wird! Ich denke diesbezüglich muss noch einiges angepasst werden. Dies ist zum Teil schon in den neueren Studienordnungen geschehen, aber ich denke der Anpassungsprozess ist an dieser Stelle noch nicht abgeschlossen.
Klar muss das (Fach-)Wissen einer Lehrkraft größer und ausgebildeter sein, als das der SuS (Schülerinnen und Schüler). Daher ist es meiner Meinung notwendig in der Lehrerausbildung auf den Inhalten der Lehrpläne aufzubauen und die Lehrpläne als Grundstein der Lehrerausbildung zu sehen. Damit meine ich nicht, sich immer nur auf dem Schullevel zu bewegen, sondern auch Hochschulinhalte mit einzubeziehen, aber eben nur in einem gewissen Maße. Dies sollte auch so bleiben, da man durch diese Inhalte ein gewisses Metawissen erhält. Man erkennt Zusammenhänge in den Inhalten der Lehrpläne, die man zuvor als Schüler nie erkannt hätte. Man lernt neue Strukturen erkennen und durch das Verallgemeinern des Schulwissens kann man auch schneller mit neuen ähnlichen Inhalten umgehen.
So erging es zumindest mir in meiner bisherigen Lehrerausbildung. Aber dieses gewisse Maß an Hochschulinhalten wird meiner Meinung nach oft überschritten. Wie oben beschrieben, habe ich nichts gegen Hochschulinhalte, im Gegenteil: Ich halte sie für extrem sinnvoll und hilfreich.
Aber zumindest in meiner Ausbildung halte ich 60-80% der Inhalte des Hauptstudiums für “Zu viel”, da ich für diese Inhalte keinen Verwendungszweck in der Schule sehe und ich auch nicht erkennen kann, warum diese Inhalte hilfreich für meine Ausbildung als Lehrer sein sollen. Man sollte stattdessen mehr Zeit in Didaktik- und Erziehungswissenschaftsseminare stecken. Ich denke dies wäre sinnvoller.
Diese beschriebene Verstärkung didaktischer und erziehungswissenschaftlicher Inhalte wurde dank neuer Studienordnungen auch schon z.T. umgesetzt.
Summa summarum denke ich, sollte die Praxis noch weiter in den Vordergrund gestellt werden. Mehr Praktika und mehr Didaktik!
4. Was hältst Du davon, Blogs, Wikis, Podcasts etc. im Unterricht einzusetzen?
Generell finde ich es eine gute Idee und sehe viel Potential in diesen neuen “Medien”, allerdings kommt es hier auch auf das Einsatzgebiet an. Ich mache mir z.Zt. auch Gedanken darüber Web 2.0 Tools im Mathematikunterricht einzusetzen. Ein tolles Beispiel (jedoch im Hochschulbereich) finde ich die Vorlesung AnOrMaL von Christian Spannagel und Ulli Kortenkamp. Diese haben im Zuge der Vorlesung eine Flickrseite eingerichtet. Diese Seite sollen Studenten mit Bildern, die “Mathematik aus dem Alltag” zeigen, füllen. Finde ich persönlich sehr gelungen!
5. Können Online-Angebote die herkömmliche Nachhilfe sinnvoll ergänzen oder sogar ersetzen?
Dass Online Lernumgebungen die herkömmliche Nachhilfe sinnvoll ergänzen können, davon bin ich fest überzeugt! Allerdings sehe ich in diesen Lernumgebungen keinen Ersatz für die herkömmliche persönliche Nachhilfe vor Ort.
Zum Abschluss möchte ich an dieser Stelle noch zeigen, was Twitterer zum Thema Schule denken:


